Marianne Trench looks at this unbelievable jail and leaves out critical comments. We just see a man with his contempt for humankind who has built a jail reminiscent of a police state. It is impressive simply to see this man proudly spouting his antiquated opinions.

Magdeburger Volkszeitung

18. 05. 2001 Vorankündigung

ZDF-Dokumentation

Nicht nur für Temposünder ist immer ein Zimmer frei

Porträt eines Gnadenlosen in ?37 Grad Ein Mann räumt auf?, 22:15 Uhr

Von Uwe Deeke Mainz/MZ Er gilt als der härteste Sheriff der USA, und er ist stolz darauf: Joe Arpaios Gefängnis platzt aus allen Nähten, seine Häftlinge tagen Ketten und müssen in einer provisorischen Zeltstadt bei 50 Grad im Schatten schmoren. "Wenn Sie mal in meinen Bezirk kommen und was falsch machen, steck ich Sie ins Lager", verkündet der Beamte vor der Kamera. Weil er für Gleichberechtigung ist, werden auch Frauen dem paramilitärischen Drill unterworfen. Sein Gefängnis ist unter www.crime.com sogar im Internet zu bewundern. Das hat Proteste von Amnesty International hervorgerufen, die die Verhältnisse anprangern.

„Ich halte nichts von den Theorien, dass wir genug Gefängnisse haben“ sagt Arpaio. Die Kraftmeierei kommt offenbar gut an: In Maricopa County im Bundesstaat Arizona ist Arpaio geachtet, er zeigt stolz ein Foto mit dem jetzigen US Präsidenten und singt auf Gemeindefesten schon mal seine Version von Sinatras „My Way“. Seinen Sinn für makabren Humor zeigt sich in „Zimmer Frei“-Reklamen über seiner Zeltstadt sowie Häftlingsmützen mit dem Schriftzug „Chain Gang“. Dass seine Häftlinge rosa Unterwäsche tragen müssen, sieht Arpaio als eine besonders gelungene Form der Erniedrigung. Marianne Trench sah sich für die heutige „37 Grad-Dokumentation“ in diesem unglaublichen Gefängnis um und verzichtet auf kritische Töne.

Mit Menschenverachtung regiert der vor der Pension stehende Sheriff sein Gefängnis, das an einen Polizeistaat erinnert. Beeindruckend wirkt dabei, mit welcher Selbstverständlichkeit dieser Mann seine Thesen vertritt. Skurril wird das Ganze, wann Arpaios Frau ihn als Teddybär beschreibt, der ein großes Herz und viel Liebe für seine Gefangenen habe.