It's no wonder some couples decide to flee from their families for their wedding. It's supposed to be the most wonderful day in your life. But who wants to worry about all the wedding preparations, and the fact that Uncle Heinrich doesn't want to sit next to Aunt Else? Marianne Schaefer Trench shows how upset the unknowing family can get when the secret is finally revealed.

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TV Programm

37°: Heimliche Hochzeit - 04.09.2007 22:15 - ZDF

4. Sep 2007, 22:15

Ein bisschen verheiratet

Von Ute Nardenbach 4. Sep 2007, 22:15

Es soll eigentlich der schönste Tag im Leben werden. Vor allem sind die Hochzeit und die damit verbundenen, langwierigen Vorbereitungen jedoch eines: anstrengend. Kein Wunder, dass manch ein Pärchen heimlich die Flucht ergreift und sich in der Ferne das Jawort gibt - weit ab von Tante Else, die nicht neben Onkel Heinrich sitzen will, und dem peinlichen Walzertanz vor versammelter Mannschaft. Marianne Trench hat für ihre '37°-Reportage: Heimliche Hochzeit' zwei dieser heiratswilligen Paare begleitet, die den Bund der Ehe ohne das Wissen ihrer Freunde und Verwandten eingehen wollen. An die verletzten Gefühle der Familie denken die Eheleute in spe im Vorfeld nicht.

Aber die verprellten Daheimgebliebenen können ganz schön ungemütlich werden, wie Marianne Trenchs Aufnahmen beweisen. Eine heimliche Hochzeit, das ist für viele eine Art Kompromiss. 'Wenn man heimlich heiratet und nicht vor Hunderten von Gästen - Freunden, Verwandten und Bekannten - dann ist man irgendwie nicht ganz so verheiratet', lacht Marianne Trench, eine erfahrene '37°'-Autorin. Womöglich hoffen die Paare, sich so weniger Druck auszusetzen, die Angst vor der Ehe und deren möglichem Scheitern zu schmälern.

Petra-Maria und Dirk haben heimlich in Tansania geheiratet, in der Hatari-Lodge am Fuße des Kilimandscharo. Zurück in Deutschland organisieren sie eine Grillparty, um ihren Freunden und Verwandten die Vermählung zu beichten. In weißem Kleid und Anzug treten sie plötzlich vor die versammelten Gäste und gestehen die 'Schandtat'. 'Der Bruder war stinksauer', erinnert sich die Filmemacherin, die der Gruppe vorgaukelte, sie drehe eine Doku über Kinderkrankenschwester Petra-Maria. 'Die Mutter war völlig schockiert, und der Vater konnte seine Gefühle gar nicht richtig ausdrücken und hat sich lieber hinter dem Grill versteckt.' Ansonsten herrschte unter den Gästen weitestgehend 'verwirrtes Unverständnis'.

Während bei dem einen Paar die 'Nachwehen' des heimlichen Gelöbnisses im Fokus stehen, wird bei den zweiten Eheleuten, Ralf und Petra, vor allem der Weg zur Hochzeit begleitet. Die beiden träumen von einer Trauung in Dubai. Was sich romantisch und exotisch anhört, kann jedoch eine ganz schön einsame Angelegenheit sein, wie Marianne Trench feststellte: 'Die Paare denken sich: 'Das ist der schönste Tag in unserem Leben, und der soll nur für uns beide sein.' Aber letztlich fehlt doch die moralische Unterstützung. Fremde Leute helfen beim Ankleiden. Fremde Leute übernehmen die Rolle der Trauzeugen.'

Kein Wunder also, dass nicht nur bei der Verwandtschaft der Katzenjammer groß ist. Vor allem Familienmensch Petra-Maria hatte in Tansania mit den Tränen zu kämpfen: 'Es hat sie schon sehr traurig gemacht, dass der Papa sie nicht an den Bräutigam übergibt und die Mama ihr nicht beim Anziehen hilft', erinnert sich die Autorin, die schließlich anstelle der Eltern moralischen Beistand leisten musste. 'Ganz allein wäre es für die Braut noch schlimmer gewesen.' © 2007 teleschau - der mediendienst